Dankbarkeit

Dankbarkeit

Das Wort Danke ist ein Wort das heutzutage wohl immer weniger genutzt wird, ich persönlich finde das ja etwas schade. Ich bin zwar auch erst 23 Jahre alt, dennoch ist es mir wichtig zu danken. Es geht dabei nicht nur um das, dass sich ein gegenüber dadurch evtl. besser fühlt. Nein es geht einfach darum zu danken.

Das danken hat eine sehr hohe Energie in sich, welche man sowohl erstmal gar nicht begreifen will oder es einem gar nicht bewusst ist. Doch ein jeder der mal in sich gegangen ist und wahrlich aus seinem Tiefsten selbst heraus gedankt hat, wird wissen was ich meine. Dankbarkeit ist ein so schönes und wärmendes Gefühl. Es gibt einem so viel Kraft für all das was kommt und auch für all das was auch war.

Viele Menschen können nicht mit ihrer Vergangenheit abschließen und haben somit immer wieder Probleme wegen dieser. Nun ja das kommt mit davon dass sie einfach nicht dankbar dafür sind. Da es nun mal so ist dass wir aus allem was wir tun und was uns geschieht etwas lernen dürfen, ist es auch so dass wir dafür sehr wohl dankbar sein können.

Die Dankbarkeit setzt eine Kraft, ja ein Gefühl frei welches in völliger Harmonie herrscht. Es glättet Wogen und lässt neue Perspektiven eröffnen. Es ist eine sehr schöpferische Kraft, welche genutzt werden will.

Ich persönlich bin ein sehr dankbarer Mensch, jedoch war ich das nicht immer. Es gab Zeiten wo ich davon ein gutes Stück entfernt war. Es waren Zeiten des nicht Verstehens und des Suchens bzw. Fragens. Heute ist es so, dass ich mit einer so überragenden Dankbarkeit drauf zurückblicken darf, dass ich auch dankbar bin, dass ich es damals nicht so war. Wer weiß ob ich sonst all das erfahren hätte dürfen was ich so erfahren habe. Selbst mein gesamtes Bewusstsein hat sich damit gewandelt.

Wenn man so sagen mag, stand ich zuvor an einen Punkt, wo ich wirklich dachte wir leben in einer dualen Welt und müssen diese mit all ihrer Härte ertragen. Ich war hin und her gerissen, zwischen allem was ich so erlebte. Jeden den ich traf dachte wohl er wüsste was er tut und urteilte über einen jeden anderen. Ja auch ich selbst habe dies so getan. Es war recht komisch, da ja alle so ein bisschen Wahrheit in sich hatten. Doch war es auch so, dass jeder in schwarz/weiß irgendwie dachte bzw. lebte und dieses schwarz/weiß, war auch das was mich so hin und her gerissen hat.

Viele sahen bei anderen das schwarze bzw. die Dunkelheit, jedoch kannten sie das weiße also das Licht bei denen nicht. Mein Problem dabei war, dass ich beides kannte, doch war ich auch in einer Entwicklungsphase. In dieser sah ich zwar beides, doch ich für mich wusste ja, dass es keine Rolle spielt wie viel Dunkelheit einer in sich hat, solange er versucht nach dem Licht zu streben. Nun ja klar ist es hier so, dass es nicht immer richtig gemacht wird. Wenn man zum Beispiel Suchtkranke nimmt, diese werden auch nicht ihrer Sucht nachgehen wollen weil sie wissen, dass es ihnen schaden kann, nein sie tun es weil sie darin das Licht für sie selbst sehen. Und wenn man hier nun mal kurz zu sich selbst wirklich ehrlich ist, so wird wohl fast jeder eine Sucht finden.

Jedoch zurück zum Thema, ich war da also hin und her gerissen zwischen allem was andere sagten und was ich selbst auch immer mehr aufnahm bzw. wiedergab. Es ging so weit, dass ich an einen Punkt kam, wo ich wusste ich brauche eine Entscheidung, doch welche war die richtige. Ich für mich beschloss mich nach dem zu richten wer mich vor einen Art Wahl stellt, also jeder der urteilt wird gemieden. Für wie lange wusste ich nicht, doch ich wusste das ich das machen musste.

Nun ja lustiger weise war das bei allen der Fall. Somit hab ich eine lange Zeit lang nur mit mir verbracht um mal wirklich klar zu werden und Licht in jede Ecke meines Bewusstseins zu bekommen. Und dem war auch so, ich habe mein komplettes Selbst ausgeleuchtet und fing an die Welt zu verändern. Ja ich habe die Welt verändert, meine Welt und ich kann einen jeden nur raten das er dies auch tun sollte.

Alle Punkte die mich zuvor störten, waren weg. Es gab sie nicht mehr, bzw. nur noch sehr eingeschränkt. Hierbei habe ich dann auch wieder längere Zeit gesucht, wieso denn noch Einschränkungen vorhanden waren und dabei kam ich zur Dankbarkeit. Die Dankbarkeit hat alle restlichen Fleckchen einfach erleuchtet. Da wo ich zuvor überlegte wieso es wohl so ist, dort war ich einfach mal dankbar dafür, dass es so ist wie es ist.

Dadurch passierte wieder etwas sehr großes, ich wurde Teil des Flusses. Ja ich habe mich davor schon im Fluss des Lebens treiben lassen, doch nun erkannte ich ihn. Ich musste nicht mehr durch die Stromschnellen, ich brauchte keine Felsen auf schmerzliche Art umfließen. Nein ich habe begonnen, meinen Fluss so zu lenken wie ich es wollte und das mit vollem Bewusstsein. Das heißt ich hörte auf, einzig und allein nach meinem Ego zu handeln und mich in Konkurrenz mit anderen Wesen zu befinden. Ich wollte nicht mehr besser sein oder mehr haben wie andere. Es für mich einfach keinen Sinn mehr ergab. Ich wollte einfach ich sein und das bin ich auch. Ich habe mein Augenmerkmal von außen, nach innen gelegt, um wirklich frei zu leben.

In wenigen Tagen oder gar Stunden Dinge abgelegt habe ich dinge abgelegt, wo ich noch zuvor dachte ohne diese würde mein Leben nicht funktionieren. Doch wie sich herausstellte, ist eben genau das Gegenteil der Fall. Ohne diese Dinge, ob nun bei dem Punkt Nahrung, Geld oder allen anderen Luxus und Konsumgütern wurde ich freier. Ich genieße alles viel mehr und bin somit auch weit dankbarer dafür.

Wofür ich noch dankbar bin, will ich euch natürlich auch verraten.

In erster Linie bin ich mir persönlich dankbar, einfach dafür dass, ich bin und selbst so vieles lerne. Ja ich denke, dass sich wohl jeder selbst dankbar sein darf, nicht wegen seinem Ego oder was er für tolle Dinge machen kann, nein sondern einfach für das, dass er ist. Danke.

Natürlich bin ich auch meiner gesamten Familie dankbar. Für alles was war und was kommen wird, ja ich habe eine tolle Familie und sie ist auch echt stark. Doch am meisten bin ich ihnen für ihr Sein mit mir dankbar, ob es nun ein hoch oder ein tief war. Danke.

Als nächstes bin ich auch allen Freuden und ehemaligen Freuden dankbar, dankbar für alles was wir erlebt und gemacht haben. Einfach für alles doch vor allem für das Sein mit ihnen. Danke.

Nun will ich natürlich auch alle anderen Menschen, Tieren und anderen Wesen danken. Egal ob es hier um eine Reflektion oder doch um einen leuchten des Weges aus dem Irrgarten war. Ich bin dankbar dass ich auch durch euch lernen durfte. Danke.

Als letztes will ich hier noch all meinen Führern und Begleitern danken. Ob sie nun auf dieser Ebene oder einer anderen weilen. Ich danke ihnen für alle Weisheiten, Tipps und Belehrungen und auch alles andere, doch vor allem danke ich wie auch allen anderen, für eure Liebe und euer sein. Danke.

Dankbarkeit

Text by Markus M.

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